Heute ist Dienstag (der 11.03. glaub ich). Frisch geduscht sitze ich
wiedermal auf meinem Bett und versuche die Ereignisse der letzten Tage
zusammenzufassen. Herr Meissner ist am Freitag angekommen. Am Samstag sind
wir dann gleich nach Norden auf den Entoto gefahren. Ein Hügel auf etwa 2900
Meter, der eine super Sicht auf die Stadt bietet. Wir haben dort oben dann
gleich ein winziges Museum besucht und den Palast von Menelik II angesehen.
War nett, aber verzichtbar (:
Am Sonntag war dann auch Frau Meissner mit von der Partie, die am Abend
zuvor ankam. Der Tag war fast gänzlich der Feldarbeit gewidmet, dass heisst
umherfahren, GPS-Punkte nehmen, Fotos machen und alles schriftlich
festhalten. Und Abends wurde alles besprochen, um an den nächsten Tagen noch
effektiver und vor allem einheitlich zu arbeiten. Für meine Arbeit sind
diese Arbeiten nicht von zentraler Bedeutung, aber es war eine gute
Gelegenheit etwas von der Stadt zu sehen und einen Überblick über die
Baustrukturen zu bekommen. Und ein Buch konnte ich auch kaufen (:
Der Montag begann mit einem Termin bei der GTZ, nachdem wir (die beiden
Studentinnen und ich) mit Frau Meissner ein wenig zu Fuß unterwegs waren.
Ein Junge hat Kristina angesprochen und ein Mann hat ihn (vermutlich)
weggeschickt, worauf der Junge wohl nicht hören wollte, was den Mann dazu
brachte nach einem Stein zu greifen und dem Jungen damit zu drohen. Zum
Abendessen haben die vier Taitu-Bewohner das Hotel dann mal verlassen und
wollten in ein scheinbar ganz nettes Restaurant am Ende der Straße. Als wir
jedoch die Tür auf machten, hat uns die lautstarke Musik direkt rückwärts
rausgetrieben. Wir haben daraufhin beschlossen einmal um den Block zu gehen
und zu schauen, ob es ein anderes Lokal gibt. Prompt haben wir einen
Italiener gefunden, der von außen nicht sonderlich einladend aussah. Drinnen
wurde uns schnell klar, dass wir in einer anderen Welt sind. Das hat sich
auch in der Rechnung von knapp 750 Birr (ca. 50 Euro, ) gezeigt. Zum
Vergleich, Sonntag Mittag haben wir zu acht in einem Hotelrestaurant etwa
440 Birr bezahlt.
Heute hatte ich einen Vormittag für mich, weil Frau Ripke mit den
Studentinnen zur Feldarbeit gefahren ist und ich gegen Mittag einen Termin
hatte. Nachdem ich einen Buchladen in der Gegend aufgesucht habe, habe ich
dann beschlossen mal was für meine Arbeit zu tun und bin mit dem Taxi zum
Addis Abeba Stadtmuseum fahren lassen. Für 10 Birr konnte ich einige
interessante Sachen sehen, aber leider nicht fotografieren. Einen Shop gab
es auch nicht. So dass es zwar ein interessanter Ausflug aber für die Arbeit
so wenig hilfreich war. Nachmittags hat sich dann aber eine interessante
Zusammenarbeit mit einer Studentin aus Potsdam ergeben.
Ja, soviel dazu. Wahrscheinlich nicht so interessant wie der erste Teil,
aber soll ja auch nciht so aussehen, als würden wir hier Urlaub machen.
Morgen früh gehen wir auf den Mercato (wohl der größte Markt in Afrika),
haben dann noch einige Termine und am Donnerstag ziehe ich dann schon nach
Bahir Dar um. Mehr dann also vermutlich von dort. Liebe Grüße, Nic
Montag, 17. März 2008
Zweite Mail - auch die kennt Ihr schon
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