Montag, 17. März 2008

Die ersten Tage in Bair Dar

Da bin ich mal wieder. Heute ist Samstag, der 15. März. Ich bin am
Donnerstag (mit 2 1/2 Stunden Verspätung) in Bahir Dar angekommen und werde
mit diesem Text nachher probieren, ob mein Blog funktioniert oder ihr weiter
mit E-Mails leben müsst. Daniel und Iris, die Kollegen mit denen ich hier
arbeiten werde, sind inzwischen angekommen und alle anderen, die sich hier
so herumtreiben zerstreuen sich langsam im Land, bzw. fliegen schon wieder
Heim. Wir hatten hier zu dritt eine Unterkunft zugesichert bekommen. Es wäre
wohl nicht Afrika, wenn dies ohne Probleme funktionieren würde. Momentan
sieht es so aus, dass die beiden Wohnungen der Uni vergeben sind und ich mit
Judith und Martin und Iris mit Elsa zusammen wohnen werden. Die Wohnungen
liegen nebeneinander, aber das bringt natürlich mehr Unruhe rein, als nötig,
weil wir hin und wieder eben doch mal zusammen arbeiten oder essen wollen.
Falls die beiden, die gerade unterwegs sind, sich nicht überreden lassen für
die Zeit unserer Anwesenheit in eine Wohnung zu ziehen, müssen sie und auch
wir da wohl durch. Naja, mein Waschbecken ist noch verstopft, aber sonst ist
es ganz in Ordnung hier. Die erste Nacht war jedenfalls gut. Das Wetter ist
hier noch besser als in Addis. Die Sonne brennt und ich feile an meiner wohl
kaum nahtlosen Bräune (:
Heute ist der letzte Tag der Exkursion und sie hatten heute ein Bootfahrt
auf dem Tanasee, zu der ich sie begleiten durfte. Wir haben uns schöne alte
Kirchen mit echt grausamen Wandgemälden angesehen. In den angebundenen
Museen gab es auch einige interessante Dinge zu sehen. Und wir haben alle
gestaunt, dass neunhundert Jahr alte Bücher da einfach rumliegen und
teilweise sogar angefasst werden dürfen.
Morgen gibt es dann noch eine Tour, nach Gonder. Der Bus ist wohl bis Montag
bezahlt, so dass einige Leute die Gelegenheit nutzen sich diese Stadt im
Norden Äthiopiens anzusehen. Ich natürlich auch. Dienstag ist dann gleich
mein erster Tag in der Uni, aber das wird noch keine besonders große
Herrausforderung, da es zunächst um eine Einführung ins Programm ArcGIS
geht. Die schüttel ich locker aus dem Ärmel (: Tja und dann wird hier Alltag
einkehren und ich werde nur noch selterner tolle Sachen berichten können,
obwohl ich sicher bin, dass sich eingie erzählenswerte Dinge ereignen
werden. Ich fühl mich jedenfalls wohl hier und genieße besonders das Wetter
und sobald nicht mehr die halbe Uni hier ist, werde ich auch die Ruhe
genießen. Ist doch schon immer ganz schön was los mit 17 TFH-Leuten (und
drei weitere sind ja noch in Addis).

Das war es dann mal wieder für heute. Ich melde mich, sobald mich die
Schreibwut packt oder es etwas zu erzählen gibt. Sonnige Grüße, Nic.

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