Samstag, 27. September 2008

Zurück in Berlin

Nach stressigen letzten Tage in Bahir Dar und einem langen Tag in Addis sind wir inzwischen wieder in Berlin angekommen. Ich fühle mich noch ein wenig zermatscht und möchte den Tag am liebsten in meinem Bett verbringen... Schön wieder hier zu sein. Und schönes Wetter haben wir auch mitgebracht.

Wenn ihr mögt, lesen wir uns wieder (spätestens) im Dezember, wenn es nach Ruanda geht.

Dienstag, 23. September 2008

Holzsammlerin

über Stock und Stein

Wood Market Port am Lake Tana

Spaziergang am Lake Tana

Sonntagsausflug

Heute ist Sonntag. Es ist elf, es regnet und Strom gibt es schon seit einer
Stunde nicht mehr. Heute haben wir fast nicht gearbeitet. Während Bernd
zahlreiche Ferengis getroffen hat, sind Martin und ich losgestiefelt und
wollten am Tanasee entlang spazieren. Das hat teilweise geklappt, dann mussten
wir aber doch ein Stück an der Straße entlang. War nicht so super spannend,
aber ein paar nette Schnappschüsse haben wir unterwegs machen können. Der Weg
war das Ziel und vor allem etwas Bewegung. Wir sind irgendwann an einem
Umschlagplatz für Holz rausgekommen. Zurück haben wir uns noch eine Cola
gegönnt und dann waren wir pünktlich zur Mittagszeit braungebraten wieder im
Hotel :) Nachmittags sind wir dann noch ein Stück Kuchen und einen leckeren
Saft einnehmen gegangen. Dann kam die Vorbereitung für morgen und nun ist es
schon elf. Ich hoffe morgen früh auf warmes Wasser...Haare waschen bei kaltem
ist echt fies. Gute Nacht.

Montag, 22. September 2008

Endlich Wochenende und wieder Zeit zu schreiben

Nach einer arbeitsreichen Woche in Addis mit dem einen oder anderen Kränkeln
zwischendrin, hatten wir heute einige Stunden frei und ich bin sichtlich
erholt. Aber nun mal von Vorne: Wir haben in den vergangenen Tagen viel mit
den Studenten über die Probleme hier gesprochen, Texte zu ihren Arbeiten
gelesen, uns den Stand ihrer Masterarbeiten präsentieren lassen, praktische
Unterstützung beim Umgang mit der Software geleistet, etliche Viren
vernichtet, Termine in Organsisationen wahrgenommen und neue Ideen und
Methoden an den Mann gebracht (von den beiden Frauen ist tatsächlich noch
keine aufgetaucht). In Anbetracht der Abwesenheit der bei uns üblichen
Betreuung wird unsere Hilfe mit offenen Armen angenommen. Einen Studenten
mussten wir heute jedoch etwas bremsen. Er hat von Martin erwartet, dass er
morgen (Sonntag!!!) einen komplett leeren Rechner einrichtet. Als wir ihm
mitteilten, dass morgen unserer (einziger) freier Tag ist, meinte er, ein
halber freier Tag muss uns doch reichen...Mal abgesehen, dass es
Zeitverschwendung ist, sich nur um diesen Rechner zu kümmern, weil der ja
quasi nur einmal die Stunde ein paar Clicks braucht und dann rödelt, ist das
ganz schön unverschämt. Nach etlichem Hin und Her, treffen wir den Studenten
Montag vor der Uni, wo Bernd (der Prof und Chef) seinen Desktop-Rechner in
die Uni mitnimmt. Der Student würde ihn nicht wieder raus kriegen. Mal sehen
ob Bernd das schafft.

Unsere Mittagszeit verbringen wir meist in der Nähe der Uni. Abends gehen
wir dann auswärts essen. Seit dem ich gestern zum Frühstück Cornflakes
bestellt hatte (und krass süße Vanillepops bekommen habe), kämpfe ich etwas
mit meinem Magen, vermutlich die Milch... Ansonsten plagen mich etwa 50
Bisse oder Stiche. Die Jucken so bestialisch, dass ich mir in der Apotheke
eine Salbe besorgt habe. Nach dem ersten Auftragen habe ich dann mal den
Beipackzettel gelesen, wo irgendwas von Typhus, Steptokokken und Coli
Bakterien stand. Etwas besorgt, dass der Apotheker mich missverstanden hat,
bin ich mit Melak (einem Studenten) nochmal hin. Der Apotheker schien etwas
genervt und meinte ich müsse das schon zwei drei Tage auftragen. Irgendwie
wirkt es. Und dank diverser Repellents, kriege ich auch nicht mehr so viele
neue Stiche.

Letztens (ich glaube Donnerstag) wurden wir beim Abendessen von einem großen
Unwetter überrascht, was es uns unmöglich machte, die 500m zum Hotel zu Fuß
zurückzulegen. Stromausfall war natürlich auch... Bernd hatte uns nach der
Überwindung einiger Pfützen vor der Tür des Restaurants ein Taxi
organisiert. Als Martin hinten einstieg, bemerkten wir, dass da kein Platz
mehr für mich war, weil schon jemand im Taxi saß. Kurzerhand musste ich also
vorne auf Bernds Schloss Platz nehmen. Seitlich irgendwie schräg und mit
einer Wange zumindest recht dicht an der völlig beschlagenen Scheibe wurden
wir so mehr oder weniger trocken an unseren Bestimmungsort gebracht.

Abends habe ich viel Zeit mit Bernd, der ja auch mein Betreuer ist, über
meine Diss zu sprechen. Langsam kommen da auch kleine Fragestellungen zum
Vorschein :) Ärgere mich richtig, dass ich die ganze Literatur in Addis
gelassen habe. So manches könnte ich jetzt schon gebrauchen.

Martin hat heute mal wieder ein paar Fotos gemacht. Mal sehen, was er so
raussucht für Euch :) Eines habe ich mir jedoch gewünscht! Ein Radfahrer,
der mit einem Schaf auf dem Rücken (!!!) durch Bahir Dar fuhr. Super
geschaltet, Martin!

Morgen wollen wir ein wenig zu Fuß den schönen Weg entlang des Tanasees
erkunden. Mal schauen, wie weit wir kommen, bevor die Herren wieder was
futtern müssen. Die könnten beide die ganze Zeit essen, unglaublich.

Nächste Woche haben wir noch bis Mittwoch Programm, dann auch mit den
Angestellten/Lehrkräften der Uni. Donnerstag geht es dann morgens schon nach
Addis, dann gibt es natürlich noch Termine und abends fliegen wir los nach
Hause,wo wir Freitag morgen ankommen. Dann sind drei einhalb Wochen schon
wieder um...

Sonntag, 21. September 2008

Mittwoch, 17. September 2008

Grüße aus Bahir Dar

Am Montag sind wir in Bahir Dar angekommen. Früh hatten wir noch einen
Termin in Addis und dann ging es hurtig zum Flughafen. Der Flug war recht
pünktlich und auch eigentlich ganz ruhig. Der Landeanflug hat zwar etwas
Übelkeit verursacht, aber das ging schnell vorbei. In Bahir Dar erwartete
uns traumhaftes Wetter mit einem superblauem Himmel und Temperaturen um 25
Grad. Die von der Uni versprochene Hotelreservierung hat nicht geklappt.
Zimmer haben wir aber bekommen. (Heute sind wir in bessere umgezogen.) Ich
hatte gehofft, dass wir wieder in der Wohnung wohnen können, wie letztes
Mal, aber scheinbar nicht... Ich war jedenfalls danach ganz schön stinkig,
weil ich zum Einen nicht eingeplant hatte, hier auch noch ein Hotel zahlen
zu müssen und zum Anderen die Nase von Hotels voll hab. Nun bin ich im
Hotel, muss es aber nicht zahlen. Und ich hab ein Einzelzimmer :) Ist auch
mal wieder schön. Nachdem ich etwas gegrummelt habe, waren wir kurz in der
Stadt, um wenigstens Wasser zum Zähneputzen zu kaufen. Zwischendurch bin ich
mal kurz im Internet gewesen, um Eure zahlreichen lieben Geburtstags-E-Mails
zu lesen. Herzlichen Dank dafür! Und auch noch mal für die Anrufe einiger
lieber Freundinnen. Am Abend hatten wir noch einen Termin mit dem Head of
Department und einem Mitarbeiter (Daniel), bevor wir dann ins Carisma
gelaufen sind, wo wir einige der Studenten treffen und wenigstens einen
geselligen Abend verbringen wollten. Es sind leider nur vier Studenten
gekommen, aber da heute in der Uni unwesentlich mehr da waren, war das wohl
ein ganz guter Schnitt. Bei Injera und Radler, Bier oder Wein haben wir so
einen ganz netten Abend verbracht. Und ich habe von Getachew ein Äthiopien-T-
Shirt bekommen. Ist trotz Größe M irgendwie arg kurz, aber sehr lieb! Martin
hat mir einen Roman namens "Ach Afrika" geschenkt und von Antje und Bernd
gab es ein Buch mit Zitaten über die Menschheit, einige Naschereien, die
fast schon aufgefuttert sind und ein Schild, das auf meinen Regierungsbezirk
hinweist. Nachdem wir mit dem Tucktuck zurück ins Hotel gefahren sind, gab
es noch einen Absacker bei Bernd. Allerdings nicht für mich, den der
angekündigte Gänsewein, entpuppte sich als Whiskey.

Heute haben wir erste Gespräche mit den Studenten geführt, die sehr
produktiv waren. Die sind hier sehr motiviert, bekommen aber ganz schön
viele Steine in den Weg gelegt. Wir tun unser bestes, in den nächsten paar
Tagen einige davon wegzurollen. Mit den Details will ich Euch gar nicht
langweilen...

Wir sind jedenfalls hier und ich genieße besonders die Sonne und das
Wiedersehen der Studenten. Und weil viele von Euch geschrieben haben, wie
kalt es bei Euch geworden ist, schicke ich Euch ein paar Sonnenstrahlen
rüber!

Sonntag, 14. September 2008

Menschen in Addis...

Was ich so mache...

Ich bei der Arbeit

Addis ist geschafft, auf nach Bahir Dar :)

Heute haben wir letztmalig (für diese Reise) etwas im Gelände gearbeitet. Und
für alle die sich immer fragen "Wat macht die da eigentlich immer", soll hier
nun endlich mal eine kurze populärwissenschaftliche Erläuterung folgen:
Die Abbildung zeigt ein Satellitenbild. Die transparenten Farben sind der
versuch die Bebauungsstrukturen im Satellitenbild zu unterscheiden. Also zum
Beispiel Hochhäuser von kleineren Häusern, aber auch permanente (gemauerte)
Häuser von Wellblech- und Lehmhütten. Die rote Linie wurde vom GPS aufgenommen
und zeigt wo wir langgelaufen sind, um diese Unterscheidungen zu überprüfen.
Die Punkte wiederum sind Messpunkte des GPS, damit wir die vielen Photos, die
wir unterwegs machen, später zuordnen können. Ich habe hier mal vier Bilder
rausgesucht und diese durch eine weiße Linie mit dem Aufnahmeort verortet.
Dann muss natürlich noch die Himmelsrichtung der Bilder notiert werden, die
hab ich hier mal in die Bilder geschrieben. Der Kartenausschnitt ist jetzt vom
ersten Tag im Gelände (07.09.), da passte alles ziemlich gut. Heute habe ich
viel verbessern müssen. Tja und die Erfahrungen, die ich dabei sammeln konnte,
fließen dann in die weitere Interpretation der Satellitenbilder mit ein. Das
ganze nennt man dann Fernerkundung, man geht also nicht überall hin, sondern
macht das eben über das aus der Ferne aufgenommene Satellitenbild. Und wozu
das ganze? Um den IST-Zustand der Stadt zu dokumentieren. Das ist wichtig für
die weitere Planung, wenn es zum Beispiel darum geht Menschen aus den Slums
umzusiedeln.

Heute Abend noch kommt mein Chef und Doktorvater in Addis an. Morgen haben wir
dann einen entspannten Tag und Montag - alhamdulillah - geht es nach Bahir
Dar. Mir macht der Smog hier sehr zu schaffen.

Melde mich bald aus Bahir Dar.

Freitag, 12. September 2008

Happy New Year!!!

Heute ist der erste Tag des neuen äthiopischem Jahres. New Years Eve (was bei
uns Silvester ist), würde ich hier ja am liebsten unter den Tisch fallen
lassen, aber das wäre wohl auch zu auffällig :)
Wir waren ganz froh uns bei Ephrem einklinken zu dürfen und haben den frühen
Abend mit reichlich Dokus überbrückt, während wir auf Ephrems Anruf und
Abholdienst warteten. Gegen elf haben wir uns dann mal nach draußen begeben.
Viele Menschen auf den Straßen, außer dem Alkoholpegel hatte das aber nicht
viel mit unserem Silvester gemein. Als Ephrem um zwölf immer noch nicht da
war. Haben wir beschlossen, dass Feuerwerk vom Taitu Hotel, das einen Ausblick
über die Stadt bietet, zu bestaunen. Gestaunt haben wir, aber weil fünf nach
zwölf immernoch nichts passiert war. Daraufhin habe ich Ephrem angerufen und
ihn prompt geweckt. So eine Pappnase :) Wir waren bedient und sind dann
schlafen gegangen. Das Feuerwerk kam unseres Wissens nicht, wie durchaus im
Rahmen des möglichen, ein zwei Stunden zu spät... keine Ahnung, was da los
war. Steht vielleicht morgen in der Zeitung.

Heute haben wir uns morgens für Fotos aufgemacht und sind dabei in einem Café
gelandet, was optimal war, um einige Eindrücke von der Straße vor unserem
Hotel zu sammeln. Später haben wir uns für einen Stadtplan auf die Suche nach
einigen Botschaften begeben. Nachdem wir uns schön in irgendwelchen kleinen
Straßen verfranst haben und das GPS natürlich viel zu spät rausgeholt und
benutzt haben, hat es, wie könnte es auch anders sein, aus Eimern zu schütten
angefangen. Wir, naja viel mehr ich, dachte(n), wir schaffen noch was und dass
der Regen gleich vorbei ist, unterdessen wurde der Regen zu Hagel mit
erbsengroßen Körnern. Nun wollte auch ich so schnell wie möglich zu einem Bus
oder Taxi oder sonst irgendwas. Aber davon waren wir natürlich weit entfernt.
Also stiefelten wir durch knöcheltiefe Pfützen und reißende Bäche, die die
Straßen herunterkamen. Ich möchte wirklich nicht wissen, was da alles drin
war...IIIHGITTIGITT!!! Eine Mitfahrgelegenheit habe ich ausgeschlagen, dafür
war mir die Gegend zu tot... Vorbeifahrende Autos die durch die Pfützen
bretterten, haben uns dann noch den Rest zur vollständigung Durchnässung
gegeben. (Nein, Fotos gibt es davon keine.) Wenigstens fuhr dann der erste Bus
direkt nach Hause, wo ich nun versuchen werde meine Jeans bis Montag trocken
zu bekommen. Dabei haben doch schon die Socken vier Tage gedauert...

Nachdem ich wenig erfolgreich versucht habe mich in Ginis Schlafsack
aufzuwärmen, waren wir gerade noch was essen und einen Tee trinken. Martin
hatte eine sehr interessante Lasagne. Irgendwas haben die da mit den Schichten
falsch verstanden. Aber geschmeckt hat es wohl. Draußen aufgewärmt sitzt nun
jeder an seinem Rechner und friert schon wieder. Das ist ein Kabuff, sag ich
Euch.

Wir zählen die Tage bis Bahir Dar. Bis bald, Nicole

Eindruecke vom Piazza

Martins Lasagne

Noch halbwegs trocken :)

Paparazzo

Dienstag, 9. September 2008

Schwein gehabt...

Ich hatte mich ja gar nicht getraut es zu schreiben, weil ich es im
Nachhinein etwas naiv fand, aber nun da ich meinen Reisepass zurück habe...
Im Rathaus habe ich ja einige schöne Abschlussarbeiten und sonstige
Literatur gefunden. Zum Ausleihen brauchte ich natürlich einen Schrieb und
weil der Kopierer kaputt war (deswegen musste ich ja ausleihen), konnte ich
diesen Schrieb nicht kopieren und musste dafür meinen Pass dalassen. Ich
hätte natürlich in jedem zweiten Büro eine Kopie bekommen können, aber
daruaf sind wir nicht gekommen. Wir sind also in Windeseile - so schnell,
wie man 850 Seiten aus gebundenen Werken eben kopieren kann - wieder zurück
um meinen Pass zu bekommen. Die Dame mit meinem Pass wollte bis 16:45 Uhr da
sein. Kurz nach vier haben wir natürlich niemanden mehr angetroffen.
Immerhin bin ich an ihre Handynummer gekommmen und konnte sie fragen wo sie
ist. Sie sei weit weg, ich solle Montag wieder kommen. Ich war mächtig
genervt und hab sie das auch spüren lassen, was mir etwas leid tat, als sie
meinte, sie sei krank und im Krankenhaus. Nach einem Wochenende ohne Pass,
habe ich ihn heute morgen endlich wieder bekommen. Pünktlich zum Termin bei
der Deutschen Botshaft. Etwas Schiss hatte ich ja schon.

Sonst haben wir heute wiedermal vergeblich versucht das Stadtmuseum zu
besuchen, meine langersehnten Luftbilder bei der Ethiopian Mapping Agency
abgeholt und welch Freude...Buchläden geplündert. Dank meines neuen Schirms
bin ich auch fast gar nicht mehr nass geworden. Etwas leider trotzdem, muss
gleich mal untersuchen, wo das Leck ist.

Die Nächte werden leider immer kälter. Und meine Fließjacke, die mir immer
als Kopfkissen diente (das aus dem Hotel ist mit Steinen gefüllt), hat auch
ausgedient, seit ein Vogel drauf gesch... hat. Hotelleben ist einfach nicht
meins. Alles muss man verstecken oder gar wegschließen. Ich weiß gar nicht,
wie oft am Tag wir unseren Schrank sichern und entsichern. Martin hat es
festgehalten, während er mich den Kraftakt vollziehen lässt :)

Dass die Fotos und Texteinträge manchmal vermutlich etwas durcheinander
sind, liegt daran, dass wir auf die Seite keinen Zugriff haben und alles nur
per Mail schicken. Wann was ankommt und online gestellt wird, können wir
nicht beeinflussen. Find es toll, dass das überhaupt so geht :)

Genug für heute ihr müsst doch sicher alle arbeiten... :) Gute Nacht!

Montag, 8. September 2008

so schlecht gehts uns doch gar nicht, trotz termingerechtem Regen

Unser Tresor

(Kann mir mal jemand schreiben, ob das mit der Animation klappt? m a r t i
n @ v i g e r s k e . d e Danke.)

Sonntag, 7. September 2008

Marktszene

Blick vom Sheraton

Wellblechsiedlung

Samstag, 6. September 2008

Freitag, 5. September 2008

Ein erster Bericht

Nach zwei Nächten (nagut ehe ich das ins Netz gestellt habe drei) und zwei
Tagen gibt es erste Dinge zu erzählen. Den Mittwoch haben wir ruhig angehen
lassen. Die lange Reise von morgens halb drei bis neun (also bei Euch acht)
Uhr Abends hat ganz schön geschlaucht. Und dann hat mir die Höhe erstmal
ordentlich Kopfschmerzen bereitet. Als wir nach einem späten Frühstück und
dem Umzug in das neue Zimmer endlich los sind, haben wir natürlich erstmal
überall die Mittagspause abgepasst. Das Internetcafé war offen, so dass wir
die verbleibende halbe Stunde damit verbracht haben ein bis zwei E-Mails zu
schreiben :) Dann musste ich erstmal Geld tauschen. Nach einigen Besorgungen
war es dann auch schon dunkel und wir haben noch etwas im Hotel gegessen.
Hat sich gleich wieder als schwierig herausgestellt, weil es die Hälfte
nicht gab...
Heute hatte ich einen Termin bei Michael in der Stadtverwaltung. Zum Mittag
waren wir in der Milk Bar. Nach zehn Etagen zu Fuß, gab es nicht nur eine
super Aussicht sondern endlich auch mein erstes Injera (siehe Photos).
Michael und ich hatten Shiro mit Fleischstückchen drin, Martin hat ein
Riesenschnitzel genommen - Kein Kommentar :) Danach habe ich im Stadtarchiv
einen riesigen Stapel Literatur zusammengesucht, den es morgen zu kopieren
oder abzufotografieren gilt. Das wird ein Spaß :) und bringt meinen Zeitplan
ein wenig durcheinander. Dazu kommt, dass der Jahreswechsel (vom 10.09. zum
11.09.) nicht nur den Donnerstag ausfallen lässt, sondern auch den Mittwoch
Nachmittag, den Freitag und den Samstag. Was in Anbetracht der Tatsache,
dass wir Addis am Montag Mittag verlassen, eine ziemliche Katastrophe ist.
Bleiben uns noch drei Tage und zwei halbe. Zumindest für Dinge, bei denen
wir auf andere Personen angewiesen sind.
Nun sitzen wir in unserem kalten feuchten Zimmer und schauen mal, was wir
heute so alles ergattert haben, schreiben E-Mails, die wir morgen früh
verschicken und naschen Kekse und Erdnüsse.

Soviel für heute. Liebe Grüße Nicole

Blick vom Milkhouse über Addis

Afrikanische Schätze

Mittwoch, 3. September 2008

Foto vom neuen Zimmer

Nordseite, "Keller" (Erdgeschoss)
Nicole schläft mit Skiunterwäsche im Schlafsack - gute Idee, es ist
drinnen kälter als draussen.

Grüße von Nicoles Assistent und Schirmträger

Hallo meine Fans :)

Wir sind gut in Addis angekommen und frühstücken gerade im Taitu Hotel.
Während ich seit halb acht wach bin, wurde martin unsanft von einem Anruf von
Michael Maiwald (arbeitet hier in der Stadtverwaltung) geweckt.
Heute werden wir erstmal ins Internet, Geld tauschen, Telefonguthaben
aufladen, Wasser kaufen etc.Und dann müssen wir unser Zimmer schon wieder
verlassen. Das ist in Anbetracht von einer nicht zu schließenden Badtür, einer
Wanne aus der das Wasser nicht abläuft, Schimmel, einem verstopften
Waschbecken...nicht so schlimm ist. Ein Zimmer mit zwei Einzelbetten, so wie
reserviert, gab es natürlich nicht mehr. Also haben wir ein teureres für den
gleichen Preis bekommen. Nun schauen wir mal, wie es weitergeht.
Die Sonne scheint, ich hatte eine warme (!) Dusche und Nutella hat Martin auch
mitgebracht. Was sollte bei so einem Start in den Tag noch schief gehen!?

Ich halte Euch auf dem Laufenden! Liebe Grüße Nic