Freitag, 12. September 2008

Happy New Year!!!

Heute ist der erste Tag des neuen äthiopischem Jahres. New Years Eve (was bei
uns Silvester ist), würde ich hier ja am liebsten unter den Tisch fallen
lassen, aber das wäre wohl auch zu auffällig :)
Wir waren ganz froh uns bei Ephrem einklinken zu dürfen und haben den frühen
Abend mit reichlich Dokus überbrückt, während wir auf Ephrems Anruf und
Abholdienst warteten. Gegen elf haben wir uns dann mal nach draußen begeben.
Viele Menschen auf den Straßen, außer dem Alkoholpegel hatte das aber nicht
viel mit unserem Silvester gemein. Als Ephrem um zwölf immer noch nicht da
war. Haben wir beschlossen, dass Feuerwerk vom Taitu Hotel, das einen Ausblick
über die Stadt bietet, zu bestaunen. Gestaunt haben wir, aber weil fünf nach
zwölf immernoch nichts passiert war. Daraufhin habe ich Ephrem angerufen und
ihn prompt geweckt. So eine Pappnase :) Wir waren bedient und sind dann
schlafen gegangen. Das Feuerwerk kam unseres Wissens nicht, wie durchaus im
Rahmen des möglichen, ein zwei Stunden zu spät... keine Ahnung, was da los
war. Steht vielleicht morgen in der Zeitung.

Heute haben wir uns morgens für Fotos aufgemacht und sind dabei in einem Café
gelandet, was optimal war, um einige Eindrücke von der Straße vor unserem
Hotel zu sammeln. Später haben wir uns für einen Stadtplan auf die Suche nach
einigen Botschaften begeben. Nachdem wir uns schön in irgendwelchen kleinen
Straßen verfranst haben und das GPS natürlich viel zu spät rausgeholt und
benutzt haben, hat es, wie könnte es auch anders sein, aus Eimern zu schütten
angefangen. Wir, naja viel mehr ich, dachte(n), wir schaffen noch was und dass
der Regen gleich vorbei ist, unterdessen wurde der Regen zu Hagel mit
erbsengroßen Körnern. Nun wollte auch ich so schnell wie möglich zu einem Bus
oder Taxi oder sonst irgendwas. Aber davon waren wir natürlich weit entfernt.
Also stiefelten wir durch knöcheltiefe Pfützen und reißende Bäche, die die
Straßen herunterkamen. Ich möchte wirklich nicht wissen, was da alles drin
war...IIIHGITTIGITT!!! Eine Mitfahrgelegenheit habe ich ausgeschlagen, dafür
war mir die Gegend zu tot... Vorbeifahrende Autos die durch die Pfützen
bretterten, haben uns dann noch den Rest zur vollständigung Durchnässung
gegeben. (Nein, Fotos gibt es davon keine.) Wenigstens fuhr dann der erste Bus
direkt nach Hause, wo ich nun versuchen werde meine Jeans bis Montag trocken
zu bekommen. Dabei haben doch schon die Socken vier Tage gedauert...

Nachdem ich wenig erfolgreich versucht habe mich in Ginis Schlafsack
aufzuwärmen, waren wir gerade noch was essen und einen Tee trinken. Martin
hatte eine sehr interessante Lasagne. Irgendwas haben die da mit den Schichten
falsch verstanden. Aber geschmeckt hat es wohl. Draußen aufgewärmt sitzt nun
jeder an seinem Rechner und friert schon wieder. Das ist ein Kabuff, sag ich
Euch.

Wir zählen die Tage bis Bahir Dar. Bis bald, Nicole

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