Dienstag, 30. Dezember 2008

Weihnachten in Ruanda

Nachdem Nicole gestern Abend ewig das Internet blockiert hat und es danach bei mir nicht mehr ging, bin ich heute mal dran.
Wir haben ein für mich sehr außergewöhnliches Weihnachtsfest gefeiert. Kann mich nicht erinnern schon mal ein Sonnenbad an Heiligabend genommen zu haben :)



Abends haben wir lecker Senfeier gegessen, dann zur Gitarre gesungen, dann war endlich Bescherung und die Geschenke konnten aufgerissen werden. Danach haben wir noch etwas gesungen, weil es, obwohl es schon manchmal ganz schön schief war, sooo viel Spaß gemacht hat. Und zum Abschluss gab es dann noch einen Weihnachtsfilm.



Am ersten Weihnachtsfeiertag waren wir morgens bei einem französischen Gottesdienst. Leider hat man nicht so viel verstanden, auch wegen der Sprache, aber hauptsächlich wegen der miserablen Akkustik. Dann haben wir, in Ermangelung eines Geflügeltiers, einen Sauerbraten zu Rotkohl und Klößen zubereitet, den wir am Abend mit Kurt (dem ehemaligen Direktor des CGIS) vertilgt haben.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag waren wir auf einer Hochzeit eingeladen. So sind wir morgens nach Kigali gefahren. Um 13 Uhr ging es in der Kirche los. Leider diesmal auf Kinyarwanda, so dass es für uns ziemlich langwierig wurde. Gegen 17 Uhr startete dann die "Party". Dort wurden zum Glück nur wenige und kurze Reden gehalten. Die Burundischen Tänzer waren toll. Gegen 20 Uhr, noch bevor wir die Chance hatten unser Geschenk persönlich zu überreichen, haben wir uns dann von Emmi abholen lassen.



Emmi ist der Fahrer, mit dem wir am nächsten Morgen in den Akagera National Park gefahren sind. Morgen heißt 5.30 Uhr los, gähn. Auf dem Weg dorthin gab es unzählige Polizeikontrollen. Am letzen Samstag im Monat ist Umuganda. Da müssen alle Ruander am Vormittag gemeinnützige Arbeit verrichten. Da die Nationalparks staatlich sind, zählt das Hinfahren von Touristen offensichtlich auch als gemeinnützige Arbeit, aber das mussten wir natürlich an fast jedem Kontrollpunkt erst einmal erläutern. Noch bevor wir da waren, hatten wir dann auch noch einen Platten.



Naja nach einer Stunde (sagt mal Jungs und Mädels, dauert da bei Euch auch so lange?) ging es dann weiter, wir kamen mit einer Stunde Verspätung an. Ganz gegen meine Erwartung haben wir unsere Pläne für den Park ganz gut durchsetzen können, so dass Nicole auch mal in den Genuss kam, den Norden zu sehen. Ich war zwar schon im Norden, aber solche Bilder hatte ich auch noch nicht:







Das Hauptziel einen Elefanten zu sehen, haben wir leider wieder nicht erreicht, aber das ist ja eben auch kein Zoo... Dafür haben wir auf dem Rückweg noch einen Halt bei einem Imigongo-Shop gemacht und ich konnte meinen Gutschein von Nicole einlösen und vier Imigongos für mein Schlafzimmer erstehen. Ach so, wer es nicht mehr weiß: Ein Imigongo ist ein Kuhdungbild.
Am Sonntag haben wir uns dann nach einem vergeblichen Versuch einige Souvenirs zu ergattern, an den Pool im Novotel in Kigali gelegt. Abends ging es wieder nach Butare, wo wir noch etwas arbeiten mussten, damit Nicole den nächsten Ausflug besser genießen kann. Morgen ist nun schon Silvester. Wir werden dann wieder in Kigali sein. Kommt alle gut ins neue Jahr!

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